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KI in Weiterbildung und Beratung

ChatGPT, Gemini, Copilot, Claude, Perplexity, Meta AI... Expertinnen und Experten in der Weiterbildungs- und Beratungslandschaft gestalten den Wandel für sich und andere.


Eine Person hält die Hand ausgestreckt, mit der Handfläche nach oben. Über der Hand schweben Grafiken von elektronischen Endgeräten wie Computer, Drucker und Mobiltelefon. Die Geräte sind vernetzt und stellen eine digitale Cloud dar. vegefox.com - stock.adobe.de

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Arbeitswelt. Tätigkeiten, Arbeitsprozesse und Berufsbilder entwickeln sich weiter, neue Kompetenzanforderungen entstehen. Damit wächst auch der Bedarf an Weiterbildung und professioneller Beratung in beruflichen Veränderungsprozessen.

Für Weiterbildende und Beratende hat diese Entwicklung zwei Seiten: Sie begleiten Menschen dabei, Veränderungen einzuordnen, Kompetenzen weiterzuentwickeln und neue berufliche Perspektiven zu erschließen. Gleichzeitig verändert KI ihre eigene Arbeit – von der Entwicklung und Gestaltung von Lernangeboten über die individuelle Lernbegleitung bis zur Beratung.

Beschäftigte in der Weiterbildungsbranche müssen sich daher, wie viele andere Fachkräfte auch, intensiv mit den Potenzialen und Folgen von KI für ihre Arbeitsprozesse, die Entwicklung beruflicher Weiterbildungsangebote und die sich stetig verändernden Kompetenzanforderungen befassen.

KI in der Beratung

KI ist in vielen Fällen hilfreich und kann die Beratung zu beruflicher Weiterbildung und beruflichen Veränderungsprozesse ergänzen. Sie kann als Hilfsmittel zum Beispiel in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Recherche von aktuellen Weiterbildungsangeboten
  • Identifizierung von Fördermöglichkeiten
  • Zusammenfassung von Informationen zu Berufen, Qualifikationen und Arbeitsmarktentwicklungen
  • Analyse von Trends und Kompetenzanforderungen in bestimmten Branchen

Auch müssen Beratende damit rechnen, dass Ratsuchende bereits mit Antworten der KI in der Beratung erscheinen.

Beratenden kommt bei der Nutzung von KI eine besondere Rolle zu: Ergebnisse sichten, Quellen hinterfragen und vor allem: prüfen!  Denn welche Antworten die KI gibt, hängt stark von der Formulierung der Frage, der Aufgabe etc. ab (Prompts) und wie die KI „trainiert“ wurde, d. h. auf welche Daten sie vorrangig für die Beantwortung einer Anfrage zurückgreift. Eine Antwort, die plausibel klingt, muss nicht richtig sein oder kann von vorherigen Anfragen beeinflusst sein. Beratende benötigen sowohl Fachwissen innerhalb der Beratung und zu konkreten Beratungsanlässen als auch Hintergrundwissen zu KI, um Antworten einordnen zu können.

Impulsbeitrag des nfb: Künstliche Intelligenz in der Berufsberatung: Zwischen Faszination, Skepsis und neuen Wegen

Auch, wenn KI in vielen Fällen hilfreich ist und die Beratung ergänzen kann, ersetzt sie weder fachlich noch persönlich den Menschen. In der Interaktion mit Menschen sind unter anderem folgende Aspekte gefragt:

  • aktives Zuhören
  • Vertrauensaufbau
  • Empathie
  • Umgang mit Unsicherheit und Emotionen
  • ethische Abwägungen
  • biografische und persönliche Entscheidungsprozesse

Die Stärke professioneller Beratung liegt weiterhin in der menschlichen Beziehung. KI kann jedoch viele informations- und wissensbasierte Aufgaben unterstützen und damit Freiräume für die eigentliche Beratungsarbeit schaffen.

Impulsbeitrag des nfb: Künstliche Intelligenz in der Berufsberatung: Zwischen Faszination, Skepsis und neuen Wegen

 

Kompetenzen für eine Arbeitswelt mit KI

Mit dem Einsatz von KI verändern sich Tätigkeiten und Kompetenzanforderungen. Die folgenden Instrumente können Ihnen helfen, die Veränderungen mit Ihren Ratsuchenden zu konkretisieren und passende Weiterbildungen zu finden.

Das Online-Tool des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, wie stark Berufe potentiell von Digitalisierung, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz betroffen sein und sich dadurch verändern können.

Hier gelangen Sie zum Job-Futuromat.

Wie fit bin ich im Umgang mit digitalen Medien? Ausgehend vom Testergebnis im Themenfeld KI werden passende Weiterbildungsangebote vorgeschlagen.

Hier gelangen Sie zum DigitalCheckNRW.

KI in der Weiterbildungspraxis

KI verändert die berufliche Weiterbildung: Expertinnen und Experten in der Weiterbildungs- und Beratungslandschaft sind gut beraten, KI nicht nur anzuwenden, sondern sie kritisch einzuordnen, verantwortungsvoll einzusetzen und sinnvoll in die eigene Praxis zu integrieren.

Gemeinsam mit zehn Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Weiterbildungspraxis setzt die Supportstelle Weiterbildung der QUA-LiS NRW das Projekt KI:EB im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen um.

Bei KI:EB handelt es sich um eine Qualifizierungsreihe der Supportstelle Weiterbildung. Sie besteht aus Selbstlernkursen für die Grundlagen, Workshops für die Praxis und einem mehrtägigen Modul für alle, die KI in ihrer Einrichtung strategisch verantworten. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Materialien erscheinen als OER. 

Flyer: KI:EB – KI in der Erwachsenenbildung, Eine trägerübergreifende Qualifizierungsreihe zu Künstlicher Intelligenz für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung 


Weitere Informationen

Arbeitspolitische KI-Erklärung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Projekt KI:EB - Künstliche Intelligenz in der Erwachsenenbildung

Kostenlose Weiterbildungen zu KI über KI-Campus

Job-Futuromat: Ein Online-Tool des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das zeigt, wie stark Berufe potentiell von Digitalisierung, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz betroffen sein und sich dadurch verändern können.

Digital Check NRW: Wie fit bin ich im Umgang mit digitalen Medien? Ausgehend vom Testergebnis im Themenfeld KI finden Sie passende Weiterbildungsangebote.